Jahresperformance 2025

Meine Investment-Strategie hat in diesem durch die zweite Amtszeit von Donald J. Trump als US-Präsidenten stark geprägtem Börsenjahr erneut ordentlich funktioniert. Nach der Beseitigung einiger Altlasten in meinem Portfolio bin ich insgesamt zufrieden und lege den Fokus auf ETF-Sparpläne und eine diversifizierte Strategie. Einzelaktien nutze ich zur Beimischung.

Disclaimer: Ich fasse in dieser Form primär mit eigenem Interesse zur geeigneten Dokumentation meine Investment-Reise zusammen. Leserinnen und Leser, die darauf stoßen, mögen diese als meine persönliche Vorgehensweise verstehen. In keiner Weise empfehle ich hiermit einzelne Titel, enthaltene Verweise sind frei von Referral-Links und sind rein zur weiteren Information über einzelne Titel oder Tools eingebunden.

Zusammenfassung

Im Vergleich zu meinem Börsenjahr 2024 war es in 2025 meines Erachtens nicht völlig selbstverständlich, Gewinne und insbesondere zweistellige Renditen mitzunehmen. Jedenfalls ist das meine Wahrnehmung aus Community-Vergleichen und Erfahrungsäußerungen auf Reddit, in der Parqet-Community sowie auf X. Die harten Fakten zeigen, dass S&P 500 (~17 %), DAX (~24 %) und Emerging Markets (~19 %) jedoch erneut stark unterwegs waren. Welt-Indizes – meine Benchmarks – lagen bei ~7,8 % (MSCI World) bis ~9,1 % (FTSE All-World).

Ich persönlich habe 8,84 % an Kursgewinnen in den Büchern. Dividenden und Mini-Verkäufe erhöhen die Performance auf 10,61 %. Die für mich die aktuell – im Portfolioaufbau – wichtigere Kennzahl des Internen Zinsfuß (IZF) liegt im Gesamtjahr 2025 bei exakt 14,00 %. Mit dieser Performance bin ich insofern sehr zufrieden, als dass die Lage Anfang April 2025 völlig anders aussah: Trump hatte hohe Zölle angekündigt, die Börsenmärkte waren in Aufruhr und sind eingebrochen. Der iShares MSCI World ETF war in der YTD-Betrachtung per 8. April um knapp 18 % abgesackt. In meinem Portfolio standen in dem Zeitraum bis zu -8,59 % zu Buche.

In solchen Zeiten gilt: Nicht nervös werden, drin bleiben und – wenn man sich wohlfühlt – aufstocken. Auf jeden Fall sollten Sparpläne weiterhin ausgeführt werden!

Sehr stolz bin ich darauf, im Jahr 2025 über 50.000 € investiert zu haben. Ich fühle mich zunehmend wohler mit der Zusammenstellung meines Portfolios und auch damit, Entscheidungen zu treffen – auch wenn es um viel Geld geht. Ich vertraue in den Markt und ziehe für mich wichtige Schlüsse in puncto Diversifizierung und Fokus (ETF, ETC, Einzelaktien, Krypto). Ich jage weiterhin keine 15 oder 20 % Rendite, sondern möchte so solide wie möglich für später vorsorgen. Diesbezüglich bin ich vollständig auf Kurs:

Portfolio-Zusammenfassung für 2025

Ich konnte 2025 zwar 64 % mehr investieren als 2024, liege im Kursgewinn jedoch nur knapp über der Hälfte (8,84 vs. 16,64 %). Die absoluten Kursgewinne liegen gute 1.000 € unter denen des Vorjahres. In Anbetracht der globalen Marktentwicklungen ist das in meiner subjektiven Bewertung völlig im Rahmen. Time in the market beats timing the market.

Einzelportfolios

Ein näherer Blick in die einzelnen Portfolios ist dieses Jahr besonders erhellend. Ein Sondereffekt aus einem kleinen Trash-Portfolio, in dem ich Fehlinvestments aus meiner Einzelaktien-Anfangszeit verfolgt habe, sowie die Normalisierung von Kryptos wirken sich im Mix mit ein paar Prozentpunkten auf die obige Gesamtbetrachtung aus:

Kennzahlen-Übersicht meiner Portfolios (absolute Performance und IZF)

Bei den Trash-Titeln habe ich in Q4 Verluste realisiert und alle Positionen aufgelöst. Krypto verlief bis auf einen Mini-Einmalkauf von Bitcoin für mich dieses Jahr „nebenher“. Ich möchte in 2026 ggf. etwas aufstocken, jedoch lag und liegt Krypto nicht im Fokus. Mit -20,55 % YTD-Performance meines Krypto-Portfolios aus Bitcoin (83 %), Ethereum (14%) und Cardano (3 %) zeigt sich, dass mindestens diese Coins ein eher schlechtes Jahr und viel Volatilität hatten.

Mein Fokus liegt auf den Portfolios zu Dividenden- & Value-Titeln zum Einen und den ETF/ETCs zum Anderen.

Dividenden- & Value-Titel

Dieses Portfolio habe ich in 2025 deutlich angepasst und etwas ausgedünnt. Ein paar Titel sind rausgeflogen (3M, Pfizer, General Mills, T. Rowe, Novartis & DEFAMA). Dafür sind wenige reingekommen (ASML, Rheinmetall), vor allem jedoch habe ich alle bestehenden Positionen etwas ausgebaut: mindestens aufgerundet, diverse jedoch aufgestockt. Da ich Sparpläne nun auf ETFs fokussiere, wollte ich ganze Teile von allen meinen Positionen halten, außerdem waren mir manche Positionen einfach zu klein.

Netto entfielen so knapp 24.000 € der guten 51.000 € Investments des Jahres 2025 auf dieses Portfolio. Im Vergleich zum Portfoliowert Anfang des Jahres habe ich knapp 44 % zusätzlich investiert. Die Kursgewinne von 8,62 % sind daher kein guter Performance-Indikator. Der IZF in Höhe von 16,42 % ist das schon eher.

Vor allem bin ich mit Dividendenzahlungen von im Schnitt 200 € / Monat sehr zufrieden. Ich konnte mit diesem Portfolio eine persönliche Netto-Dividendenrendite von 3,29 % (4,23 % brutto) realisieren – das liegt signifikant über dem Marktzins für mein Tagesgeld. Das Ziel waren mehr als 3 % netto – das habe ich erreicht. Jetzt geht es um die Pflege der Positionen. Da ich jedoch bewusst Mini-Ausschütter mit dazu nehme, nehme ich die kumulierte Dividendenrendite über alle aktuell 19 Positionen nicht zu eng.

Meine Top-Performer in 2025 sind:

  1. ASML (+48,01 %)
  2. Alphabet / Google (+45,85 %)
  3. Deutsche Post / DHL (+31,94 %)
  4. Allianz (+29,43 %)
  5. British American Tobacco (+25,36 %)
  6. BMW (+17,81 %)

… versus der Flops:

  1. Evonik (-20,14 %)
  2. Lenovo (-17,23 %)
  3. Nasdaq 100 Covered Call (-14,02 %)
  4. Rheinmetall (-8,71 %)
  5. Pembina Pipeline (-7,43 %)
  6. Realty Income (-6,41 %)

Ich verstehe die Gründe für die Einbrüche in den Flop 6 und bleibe bewusst dabei. Bei Rheinmetall hatte ich beispielsweise Mitte des Jahres Ein- und Ausstieg mit gutem Gewinn – nun bin ich für die Langfrist drin und bin zuversichtlich, dass sich die Performance bald wieder umkehrt, da mein Kaufkurs mindestens okay war.

Insgesamt sind die Allokationen in diesem Portfolio gut genug verteilt, sodass ich gut und ruhig schlafen kann, selbst wenn einzelne Positionen technisch recht hohe Buchverluste im Jahresverlauf aufgewiesen haben (insb. Evonik, Lenovo).

Für 2026 habe ich mir vorgenommen, dieses Portfolio eher in Ruhe zu lassen. Die Dividendenzahlungen werden periodisch reinvestiert – entweder in den Ausbau von Positionen oder für neue Möglichkeiten. Das halte ich mir offen. Der Anteil am Gesamtportfolio soll jedoch sinken. Ich habe über nun knapp fünf Jahre mir selbst gezeigt, dass ich kein richtig guter Investor bin und eher mit der Masse mitschwimmen sollte, um meine Ziele zu erreichen.

ETF/ETCs

Das Jahr 2025 war für mich gezeichnet vom Besinnen auf meine Portfolio-Ziele unter Reflexion dessen, was ich bereit bin an Zeit zu investieren. Ich interessiere mich für Wirtschaft und die Märkte, bin aber nicht bereit, viele Stunden die Woche in technische und Unternehmensanalysen zu investieren. Also fahre ich in Summe besser mit ETFs und ETCs. Das neue Jahr wird eine Fortschreibung von dieser Entscheidung werden.

Netto habe ich über 30.000 € in dieses Portfolio investieren können. Im Vergleich zum Startwert am Anfang des Jahres sind das 66 % Aufwuchs. In Anbetracht dessen sind Kursgewinne von 11,57 % sowie ein IZF von 15,69 % aus meiner Sicht mehr als nur positiv. Würde ich diese Renditen Jahr für Jahr erwirtschaften, wäre das eine satte Outperformance meiner Welt-Index-Benchmarks.

Auch in diesem Portfolio habe ich in 2025 in geringem Umfang ausgemistet und Altbestände aufgelöst (MSCI World IT / Sektor-ETF, Staatsanleihen Eurozone & MSCI ACWI). Ich habe außerdem eine Neu-Allokation meines monatlichen Sparplans vorgenommen. Ich bespare nur noch insgesamt sechs thesaurierende Titel. Hinter meinem gewählten Mix steht eine klare Strategie: Ich möchte die in den letzten Jahren & Jahrzehnten gezeigte Outperformance der US-Märkte mitnehmen, dies jedoch nicht zu US-Anteilen in den üblichen großen ETFs. Meine Allokation sieht wie folgt aus:

  • FTSE All-World – 44,8 %
  • Nasdaq 100 – 21,1 %
  • MSCI EM – 15,6 %
  • STOXX Europe 600 – 8,3 %
  • Physical Swiss Gold – 5,1 %
  • USD Short Duration Corp. Bonds – 5,1%

Um den USA-Anteil des FTSE All-World korrigiert komme ich damit auf 49,1 % Sparplan-Investment in US-Titel. Ich habe mich vor diesem Hintergrund für den Nasdaq statt des S&P 500 entschieden, da ich in dieser Position an die Magnificent 7 / Tech-Unternehmen glaube. Sie treiben den Nasdaq nochmal stärker als den S&P 500. Letzterer ist weiterhin meine größte Position in diesem Portfolio, im Sparplan habe ich jedoch die Strategie geändert.

Neben den sechs aktiv besparten Positionen halte ich nur noch vier weitere ETFs. Zwei davon sind Altlasten mit recht guter Performance, die ich daher vorerst behalte. Die Zehn ist außerdem eine schöne Zahl 🙂

Ausblick

Der Plan für 2026 lautet: Weiterführung des etablierten Sparplans, womöglich kleinere Anpassungen – wenn überhaupt. Meine Entscheidung pro ETFs steht und wird sich per Ende des Jahres 2026 im Verhältnis der Portfoliogrößen widerspiegeln. Aktuell übersetzt sich der oben gezeigte Portfolio-Mix in 49 % Einzelpositionen, 48 % ETF/ETCs sowie 3 % Krypto. Ich peile >30.000 € Investment in diesem Jahr an. Ohne Kursgewinne würde sich das Verhältnis somit zu 42 / 56 / 3 % verschieben.

Langfrist-Retrospektive

Seitdem ich im November 2017 angefangen habe zu investieren, sind nun gute acht Jahre vergangen. In der Zeit habe ich außergewöhnliche Ereignisse mitgenommen, viele Fehler gemacht und viel gelernt. Aufgrund der hohen Investments – insbesondere in den letzten 3-4 Jahren – ist die bislang erreichte absolute Performance von 21,99 % aus meiner Sicht wenig aussagekräftig. Ich freue mich jedoch sehr über einen in diesem Zeitraum annualisierten IZF von 12,68 %. (TTWROR zum Vergleich: 90,52 %). Diese Kennzahl ist von meinem oben erwähnten Trash-Portfolio beeinflusst. Hier zum Vergleich nach Portfolio aufgeschlüsselt:

Performance seit Investmentbeginn

Anmerkung: Die Zusammenstellung dieser Jahreszusammenfassung erfolgt am ersten Handelstag des Jahres (02.01.2026). Insbesondere die Werte der ersten beiden Portfolios haben sich Dank eines sehr guten Starts in der ersten Tages im Vergleich zum Screenshot weiter oben daher schon wieder schön entwickelt und einige hundert Euro zugelegt. In diesem Sinne: auf ein gutes Jahr – vor allem auch abseits von finanziellen Aspekten!

Methodik

  • Datenquelle für o. g. Werte & Performance-Kennzahlen: Parqet, Stichtag 31.12.2025/02.01.2026
  • Benchmark-Währung USD bei globalen Titeln, EUR bei europäischen Titeln

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